Wilder Ritt in Rendsburg: Doppelvierer wird Zweiter


Es war ein wilder Ritt und ein packendes Weltklasse-Duell auf dem Nord-Ostsee-Kanal: Einen Tag nach dem Konzert von Pop-Ikone Kim Wilde lieferten sich die Frauen-Doppelvierer aus Deutschland und den Niederlanden einen hochklassigen Schlagabtausch beim 26. SH Netz Cup in Rendsburg. Platz drei ging an den Doppelvierer aus Großbritannien.
Beim Rennen über lange 12,7 Kilometer schenkten sich die Teams nichts. Die Holländerinnen, besetzt mit drei Ruderinnen aus dem Boot, das eine Woche zuvor in Amsterdam Weltmeister wurde, fanden nach dem Schnellstartkommando besser ins Rennen. Der deutsche Doppelvierer mit Tabea Schendekehl, die kurzfristig für die erkrankte Maren Völz einsprang, Frauke Hundeling, Juliane Faralisch und Sarah Wibberenz schob sich ran und ging in Führung. Doch die Niederlande konterte erneut und zog nach einigen Kilometern vorbei – der Vorsprung von mehr als einer kompletten Bootslänge bedeutete eine Vorentscheidung, aber das deutsche Quartett gab nicht auf. Zuvor beim Ergo-Cup (Sieger Großbritannien) und beim Sprint-Cup (Sieger Niederlande) belegten dia deutschen Ruderinnen ebenfalls jeweils den zweiten Platz.
Frauke Hundeling gratulierte den Siegerinnen und sagte zum Langstreckenrennen: „Das war ein wirklich anspruchsvolles Rennen. Die Holländerinnen sind ökonomisch gerudert, wir sind nicht mehr vorbeigekommen. Unser Anspruch ist nicht, Zweiter zu werden. Daher ist es jetzt unsere Aufgabe, im Winter intensiv zu arbeiten, um die Lücke nach vorne zu schließen. Aber jetzt geht’s erst einmal in den verdienten Urlaub nach einer langen Saison.“





