Silber glänzt doppelt am ersten EM-Finaltag


Große Freude bei den Ruderinnen: Sowohl der Vierer ohne Steuerfrau als auch der Doppelvierer gewannen am ersten Finaltag bei den Europameisterschaften in Varese (Italien) die Silber-Medaille.
Besonders groß war der Jubel beim Vierer ohne Steuerfrau, der dem Frauen-Riemen-Bereich die erste Medaille bei Titelkämpfen seit sieben Jahren bescherte. Zuletzt hatte der Frauenachter 2020 in Posen Silber geholt. Der Vierer mit Pia Greiten, Annabelle Bachmann, Paula Hartmann und Hannah Reif setzte sich in dem spannenden Finale mit starken zweiten 1.000 Metern und einem fulminanten Endspurt gegen die Boote AIN (neutrale Athletinnen) und Rumänien durch. Nur Großbritannien war schneller und sicherte sich Gold. „Diese Medaille bedeutet uns sehr viel. Sie ist für alle Ruderinnen aus dem Frauen-Riemen-Bereich. Ich bin extrem stolz auf das gesamte Team, bei uns bewegt sich schon seit längerem sehr viel. Dieser Erfolg gibt dem Ganzen einen zusätzlichen Push“, sagte Schlagfrau Pia Greiten.
„Gold war greifbar“
Einen Platz auf dem Podium sicherte sich auch der Frauen-Doppelvierer – bereits zum dritten Mal in dieser Saison. Nach dem Weltcup-Sieg in Sevilla und Platz zwei in Luzern nun also Silber in Varese. „Gold war greifbar, aber die Schweiz hat ein starkes Rennen gefahren. Das ist okay“, meinte Bugfrau Maren Völz. Und Johanna Debus, für die es die erste Medaille bei Titelkämpfen im A-Bereich ist, ergänzte: „Die ganze Zeit war es Bugball auf Bugball, am Ende lag die Schweiz einen Luftkasten vorn. Mit Silber bin ich zufrieden.“
Nicht ganz zum Medaillengewinn reichte es für die beiden Zweier. Tabea Schendekehl und Luise Bachmann belegten im Zweier ohne Steuermann den vierten Platz hinter Rumänien, Tschechien und Italien. Am Ende fehlte den Beiden, die mit einem einen Vorlaufsieg am Freitag in die Regatta gestartet waren, vier Sekunden zum erhofften Edelmetall. Sarah Wibberenz und Lisa Gutfleisch mussten sich im Doppelzweier-Finale mit dem sechsten Platz hinter AIN, Griechenland, Litauen, der Schweiz und Großbritannien zufriedengeben.
Morgen, am zweiten Finaltag bei der EM, gibt es drei weitere Chancen auf dem Edelmetall für das Team der Ruderinnen. Um 12.38 Uhr findet das Finale des Frauenachters statt, Gegner sind Rumänien, Großbritannien und Italien. Außerdem stehen die Rennen im Mixed-Achter (Finale um 13.40 Uhr) und Mixed-Doppelzweier (Vorlauf um 8.35 Uhr, Finale um 13.25 Uhr) an.





