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Große Vorfreude auf die WM in Amsterdam

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Große Vorfreude auf die WM in Amsterdam

8 Ruderinnen und ein Steuermann sitzen in einem Ruderboot.

Geballte Power und Vollgas auf der Bosbaan: Die Ruderinnen treten mit frisch getanktem Selbstvertrauen und neu gewonnener Energie ab dem morgigen Montag bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam in sieben Bootsklassen an. Nach vier gewonnenen Silbermedaillen bei der EM in Varese ist die Vorfreude groß, beim Saisonhöhepunkt im Nachbarland die beste Performance abzuliefern. Und wenn im Kampf mit den Topbooten der Welt ebenfalls das ein oder andere Edelmetall um den Hals der Ruderinnen baumelt, steigt das Glücksbarometer umso mehr. Aber die Gegner sind stark.

Starke Konkurrenz in den Vierern

Groß war die Freude schon in Varese bei den Vierern. Pia Greiten, Annabelle Bachmann, Paula Hartmann und Hannah Reif waren nach ihrer Silber-Fahrt bei der EM überglücklich. Den Schwung will das Quartett mitnehmen nach Amsterdam, wenn es auf eine deutlich stärkere Konkurrenz trifft. Die USA gilt als Topfavorit, starke Boote werden auch aus Rumänien, Großbritannien, den Niederlanden und weiteren Nationen erwartet.

Gerüst für den Kampf ums Podium ist der Doppelvierer. Nachdem es im bisherigen immer zum Gewinn einer Medaille reichte (Gold beim Weltcup in Sevilla, Silber beim Weltcup in Luzern und EM-Silber in Varese), wollen sich Frauke Hundeling, Johanna Debus, Juliane Faralisch und Maren Völz nun auch in Amsterdam für ihren Trainingsfleiß belohnen. „Wir sind gut drauf, konnten gut trainieren. Den Wettkampf gehen wir wieder Schritt für Schritt an: Sauber durch den Vorlauf, das Halbfinale kann schon knackig werden, im Finale gibt’s dann keine Bremse und wir greifen ganz vorne an.“ Das Feld ist mit Top-Booten gesät, alle Medaillengewinner dieses Jahres sind dabei: die USA, die Schweiz, Großbritannien, die Niederlande und Rumänien. Los geht’s für die Vierer am Dienstag mit den Vorläufen. 

Zweier starten in die WM-Woche, seitlicher Gegenwind erwartet

Am ersten WM-Tag bestreiten die Zweier ihre Vorlaufrennen. Tabea Schendekehl und Luise Bachmann machen im Zweier ohne Steuerfrau ab 16.37 Uhr den Auftakt, kurz darauf folgen Sarah Wibberenz und Lisa Gutfleisch im Doppelzweier. Die Sportlerinnen sind gut vorbereitet, die Konkurrenzen sind voller starker Boote. Es werden spannende, umkämpfte Rennen von Beginn an erwartet, allerdings auch herausfordernde Windbedingungen an der Bosbaan: „Der Wind soll auf seitlichen Gegenwind aus Nord-Ost-Richtung drehen. Wir alle hoffen auf faire Verhältnisse. Die Vorläufe können schon entscheidend sein“, sagte Bundestrainer Alexander Schmidt.

Kompaktes Final-Wochenende mit Achter- und Mixed-Rennen

Die kompakte Rennwoche spitzt sich schließlich am kommenden Wochenende zu mit den Rennen im Frauenachter sowie in den beiden Mixed-Booten. Der Frauenachter mit Tabea Schendekehl, Luise Bachmann, Olivia Clotten, Pia Greiten, Annabelle Bachmann, Antonia Gallandt, Nora Peuser, Paula Hartmann und Steuermann Florian Koch muss sich im Zehn-Boote-Feld mit der Weltelite, darunter der Titelverteidiger aus den Niederlanden, Rumänien, Großbritannien und die USA, behaupten. Nachdem der Frauenachter als WM-Vierter die Medaillenplätze im Vorjahr denkbar knapp verpasste, will er sich jetzt ebenfalls so teuer wie möglich verkaufen. Aber Bundestrainer Schmidt ordnet die Ausgangssituation realistisch ein: „Die andere Nationen haben deutlich aufgerüstet, wir fahren mit einigen Doppelstarterinnen. Im letzten, dem nacholympischen Jahr hatten wir noch das Überraschungsmoment auf unserer Seite, jetzt wäre es eine kleine Überraschung, wenn wir überhaupt das A-Finale erreichen. Unsere Prioritäten haben sich in diesem Jahr Richtung Zweier und Vierer verschoben.“

Beflügelt von zwei zweiten Plätzen steigen die beiden Mixed-Boote ins WM-Fahrwasser. Der Mixed-Achter mit Frauke Hundeling, Lisa Gutfleisch, Sarah Wibberenz und Hannah Reif tritt zusammen mit Leonard Brahms, Tobias Strangemann, Rene Schmela, Benedict Eggeling und Steuermann Till Martini an. Titelverteidiger Rumänien, die Niederlande, die USA, die Schweiz und Frankreich sind die Gegner. Hier wird direkt das Finale – als letztes Rennen der WM – gefahren. Juliane Faralisch, die zusammen mit Arno Gaus im Mixed-Doppelzweier antritt, steht aufgrund von 18 gemeldeten Booten ein deutlich härteres und längeres Programm bevor: Vorlauf am Samstag, keine vier Stunden nach einem möglichen Doppelvierer-Finale, sowie zwei Rennen am Sonntag (Halbfinale und Finale). 

Als Ersatzruderinnen sind für alle Fälle Tabea Kuhnert, Charlotte Ebel, Charlotte Burgdorf und Julia Irmler dabei.

Livestreams und TV
Täglicher Livestream: worldrowing und Eurovision Sport
Livestream ARD am Samstag (29.8.) ab 11.00 Uhr: ARD Samstag
Livestream ARD am Sonntag (30.8.) ab 13.30 Uhr: ARD Sonntag
ARD Sportschau am Sonntag (15.30-15.45 Uhr)
Beiträge im ZDF-Morgenmagazin und ZDF-Mittagsmagazin (Termine nicht bekannt)

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Carsten Oberhagemann
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Fotos:
Tizian Hillemann (EM Varese)
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Termine

Weltcup

Luzern, Schweiz 🇨🇭
26.-28.06.2026

German Finals

Hannover 🇩🇪
25./26.07.2026

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30.07.-02.08.2026

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Amsterdam, Niederlande 🇳🇱
24.–30.08.2026

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