Goldener Saisonauftakt für den Doppelvierer


Die Frauen im Doppelvierer machten den Anfang. Ihr Triumph über Großbritannien und Rumänien war der erste von vier Siegen des Deutschen Ruderverbandes beim Weltcup in Sevilla. Frauke Hundeling, Johanna Debus, Juliane Faralisch und Maren Völz spielten in der Hitze von Sevilla (37 Grad Celsius) ihre Stärken aus, behielten bei den Angriffen der Konkurrenz einen kühlenden Kopf und setzten sich schließlich mit einem Luftkasten-Vorsprung gegen den britischen WM-Zweiten durch. Schlagfrau Hundeling riss als erste die Arme jubelnd hoch und strahlte: „So kann die Saison losgehen. Gewinnen macht immer sehr viel Spaß.“
Groß war die Freude auch bei den beiden Debütantinnen im Doppelvierer. „Auch wenn sich der Start verhalten angefühlt hatte, hat uns unsere gute Position auf die Britinnen Selbstbewusstsein gegeben“, meinte Juliane Faralisch. Glücklich war auch Johanna Debus: „Es ist meine erste Medaille im A-Bereich und die erste goldene überhaupt. Das bedeutet mir sehr viel.“ Sie lobte gute Miteinander: „Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit – im Boot, aber auch zwischenmenschlich passt es. Wir haben gemeinsam Spaß, arbeiten sehr entspannt und sehr konzentriert, was schließlich auch das Boot schneller macht.“
Das zweite Gold fischte – zum Ende der Drei-Tages-Regatta – Sarah Wibberenz zusammen mit Arno Gaus im Mixed-Doppelzweier aus dem Guadalquivir. Das Duo setzte sich gegen zwei Boote aus Venezuela deutlich durch.
Bundestrainer Witkowski ist „sehr zufrieden“
Für sie war es der zweite Sieg am Sonntag: Wibberenz hatte gemeinsam mit Lisa Gutfleisch zuvor das B-Finale im Doppelzweier gewonnen, nachdem das Duo am Samstag als Halbfinal-Vierter um acht Zehntelsekunden den erhofften A-Finaleinzug verpasst hatte. „Ich bin insgesamt sehr zufrieden. Natürlich erst einmal über den Sieg im Doppelvierer, aber auch der Doppelzweier hat mit dem richtig guten B-Finale bestätigt, dass er Ambitionen fürs A-Finale und die Weltspitze hat. Für die Beiden war es ja in dieser Bootsklasse ihre erste Regatta über 2000 Meter überhaupt“, sagte Bundestrainer Marcin Witkowski.
Umbesetzungen im Frauenachter
Gebeutelt vom krankheitsbedingten Ausfall von Tabea Schendekehl, die einen Doppelstart geplant hatte, war der Frauen-Riemen-Bereich. Durch ihre Rennabsage musste der Zweier ohne Steuerfrau, den sie gemeinsam mit Luise Bachmann angehen wollte, abgemeldet werden. Und der Frauenachter musste umbesetzt werden: Luise Bachmann kam ins Boot und Tabea Kuhnert musste die Seite wechseln – von Steuerbord auf Backbord. „Wir hatten viel Chaos in den Besetzungen in den letzten Wochen“, sagte Annabelle Bachmann und Hannah Reif ergänzte: „Das Finale war ein Auf und Ab. Am Start kamen wir schnell los, aber letztlich fehlten uns bei der Umsetzung die gemeinsamen Kilometer.“ So kam der Frauenachter in der Kombination Hannah Reif, Paula Hartmann, Olivia Clotten, Pia Greiten, Luise Bachmann, Tabea Kuhnert, Lena Gresens, Annabelle Bachmann und Steuermann Florian Koch nicht über den fünften Platz hinaus – hinter Australien, Großbritannien, den Niederlanden und Rumänien.
Der Vierer ohne Steuerfrau wurde Weltcup-Siebter. Nachdem im Vorlauf drei Sekunden zum erhofften A-Finale fehlten, wurde das B-Finale für Nora Peuser, Ricarda Heuser, Leandra Hogrefe und Michelle Lebahn letztlich zu einem Rennen gegen die Uhr. Denn die Gegnerinnen aus Hongkong China konnten nicht wirklich mithalten.





